Pfarrkirche in Jedenspeigen
Vermutlich im 12. Jahrhundert wurde die romanische
Kirche aus Sandsteinquadern erbaut; im Zuge der letzten Außenrenovierung hat
man an der Südseite drei romanische Fenster entdeckt. Der im Osten an das zum
Großteil heute noch bestehende romanische Langhaus anschließende gotische Chor
wird zwischen 1358 und 1360 datiert. Wolfger Plebanus war zur Zeit der
Errichtung des gotischen Zubaues Pfarrer von Jedenspeigen; sein Grabstein aus
rotem Marmor ist in eine Wand des Langhauses eingemauert. In der Kirche befinden
sich sehr eindrucksvolle Epitaphe der Familie Kollonitsch aus der Zeit um 1600.
Sie weisen sowohl Stilelemente der Renaissance als auch des Frühbarock auf. Nach
einem Brand während der Barockzeit wurde die Kirche eingewölbt.
Die bedeutendsten Veränderungen erfuhr die Pfarrkirche aber in der 2. Hälfte
des 19. Jahrhunderts. Bekannte Baumeister wie Friedrich von Schmidt, der
Baumeister der Votivkirche, und Franz Sitte sowie die Künstler Erler und Posch
waren an der Neugestaltung der Kirche im neugotischen Stil mit neuromanischen
Elementen beteiligt.